
Kaum sinken die Temperaturen, geht es los:
Husten. Schnupfen. Fieber.
Und irgendwann weiß man nicht mehr, wer eigentlich zuerst krank war.
Erkältungszeit in Familien ist kein Gesundheitsratgeber-Idyll.
Sie ist Alltag. Und der ist oft chaotisch.
Zwischen Arbeit, Kita-Ausfall und durchwachten Nächten stellt sich irgendwann die Frage:
Was hilft wirklich – und was ist eher Wunschdenken?
Immunsystem stärken – aber realistisch
Das Immunsystem wird nicht in drei Tagen „hochgeboostet“.
Was zählt, ist das, was langfristig passiert.
Wichtige Basics:
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ausreichend Schlaf (ja, ich weiß…)
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regelmäßige Mahlzeiten
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viel trinken
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frische, unverarbeitete Lebensmittel
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Bewegung an der frischen Luft
Und nein:
Ein einzelner Superfood-Smoothie macht kein stabiles Immunsystem.

Was Kinder jetzt wirklich brauchen
In der Erkältungszeit geht es nicht um „perfekt essen“.
Es geht um:
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Energie
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Flüssigkeit
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leicht verdauliche Mahlzeiten
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Nähe und Sicherheit
Typisch hilfreich:
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warme Suppen (Gemüse-, Hühner-, Linsensuppe)
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Haferbrei oder Porridge
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Ofengemüse
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Joghurt mit Obst
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mild gewürzte Gerichte
Wenn das Kind drei Tage nur Toast essen möchte?
Kein Drama. Der Körper reguliert sich.
Süßigkeiten & Erkältung – ehrlich betrachtet
Macht Zucker krank?
Nein.
Kann dauerhaft hoher Zuckerkonsum das Immunsystem belasten?
Ja.
Aber:
In der akuten Krankheitsphase ist nicht der Moment für Verbote.
Stress schwächt das System ebenfalls.

Nahrungsergänzung – sinnvoll oder Marketing?
Vitamin C, Zink, Vitamin D – werden oft genannt.
Faktisch:
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Vitamin D kann sinnvoll sein, wenn ein Mangel vorliegt (Blutwert prüfen)
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Zink kann bei frühzeitiger Einnahme die Dauer verkürzen
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Vitamin C hat eher moderaten Effekt
Aber:
Nahrungsergänzung ersetzt keine ausgewogene Ernährung.
Was Familien wirklich hilft
Struktur.
Gelassenheit.
Und kein Perfektionismus.
Erkältungszeit ist kein Zeichen von „zu wenig gesund“.
Kinder trainieren ihr Immunsystem – das ist normal.
Fazit
Gesund durch die Erkältungszeit bedeutet nicht:
- alles perfekt machen
- jedes Nahrungsergänzungsmittel kaufen
- jedes Virus verhindern
Sondern:
- Geborgenheit
- gut versorgen
- ruhig bleiben
- langfristig denken
Und zwischendurch auch mal akzeptieren, dass es einfach eine anstrengende Phase ist.
Wenn du merkst, dass dich das Thema Ernährung im Familienalltag eher stresst als unterstützt –
lass uns sprechen.
Ernährung darf entlasten. Nicht zusätzlich Druck machen.
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